Charles Darwins vier Hypothesen der Evolutionstheorie

Die Evolutionstheorie baute Charles Darwin auf vier Hypothesen auf, die an dieser Stelle kurz erläutert werden sollen. Seine erste Hypothese begründet sich auf die Veränderlichkeit. Dabei stellte er fest, dass die Welt zu verändern ist, schließlich unterliegt sie einem ständigen Prozess der Veränderungen. Die zweite Hypothese von Darwin bezieht sich auf die gemeinsame Abstammung. Hierbei stammen nach Darwin alle Organismen von gemeinsamen Vorfahren ab, wobei dies durch den kontinuierlichen Prozess der Verzweigungen zustande kommt. Bei der dritten Hypothese des Naturwissenschaftlers ist die Allmählichkeit der Evolution beschrieben. Schließlich erfolgt die Evolution immer nach und nach und geschieht nicht sprungweise. In seiner vierten Hypothese bezieht sich Darwin auf die natürliche Auslese. Dabei wird beschrieben, dass die meisten Nachkommen von den am besten angepassten Individuen gezeugt werden. Somit werden die Individuen, die sich schlechter anpassen, allmählich verdrängt. Nicht betroffen von diesem Prozess sind Abänderungen, die weder vorteilhaft noch nachteilig sind.

Auf welchen Schlussfolgerungen die Hypothesen beruhen

Die vier Hypothesen der Evolutionstheorie von Charles Darwin beruhen auf unterschiedlichen Annahmen. Eine davon ist, dass alle Arten eine praktikable Fruchtbarkeit besitzen und würden sich diese wieder alle mit Erfolg fortpflanzen, dann würde die Populationsgröße exponentiell anwachsen. In der Regel ist eine Population weitestgehend stabil. Relativ konstant sind die natürlich vorkommenden Ressourcen, allerdings kommen sie nur in einer begrenzten Anzahl vor. Eine weitere Schlussfolgerung von Darwin ist, auf die sich seine vier Hypothesen der Evolutionstheorie beziehen, dass zwei derselben Individuen von einer Art niemals gleich sind. Somit ergeben sich innerhalb einer Art viele unterschiedliche Varianten, die zwar eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen, jedoch nicht zu verwechseln sind.

Daraus lässt sich folgern, dass ein Kampf, unter den einzelnen Individuen einer Population, um das Dasein stattfinden muss. Durch diesen Kampf kann nur ein gewisser Teil der Nachkommenschaft überleben. Es findet dabei ein Prozess der natürlichen Auslese statt. Allerdings erfolgt der Kampf ums Dasein nicht zufällig, maßgeblich sind hierfür die erblichen Konstitutionen verantwortlich, die das Überleben bestimmen. Durch diesen kontinuierlichen Prozess der natürlichen Auslese treten im Laufe von mehreren Generationen die fast unmerklichen Abänderungen der Population auf. Das heißt nichts anderes, als dass die Evolution stattfindet und dabei allmählich neue Arten erzeugt werden.

Anlässlich seines 200. Geburtstages fanden vielerorts Veranstaltungen zu Ehren von Charles Darwin statt. Auch jährte sich in diesem Jahr die Veröffentlichung seines ersten großen Hauptwerkes „Über den Ursprung der Arten“ bereits zum 150. Mal, welches die Grundlage für die moderne Evolutionstheorie war.

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