Darwins Theorien in der Kritik
Zu Charles Darwins Theorien fanden sich natürlich auch zahlreiche Kritiker, die aus allen Richtungen kamen. Einer der am meisten kritisierten Punkte war die Frage nach den vererbten Eigenschaften, die an die nachfolgende Generation stets weiter gegeben werden. Diese Fragestellung klärte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf, als die moderne Genetik entstand, deren Anfänge in den Versuchen und Folgerungen von Johann Mendel zu sehen sind.
Insbesondere lösten die Theorien von Charles Darwin bei den Theologen heftige Diskussionen aus. Sie waren äußerst empört, dass der Naturwissenschaftler so etwas behaupten könnte, dass Gott nicht die ganzen Arten geschaffen hätte. Die Theologen sahen nicht ein, dass sich die Arten im Laufe der Zeit selbst entwickelt hatten. Aber weitaus schlimmer war für die Geistlichen, dass das menschliche Wesen nicht mehr das Ebenbild von Gott war. Somit sollte Gott aus irgendeinem Tier entstanden sein. Die Theorien von Darwin konnten nicht mit dem religiösen Glauben in Einklang gebracht werden, denn schließlich entsprach die Geschichte der Schöpfung der Genesis der Wahrheit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass zu jener Zeit ein Sturm von der Seite der Kirche aus entbrannte. Dabei vermied es der englische Naturwissenschaftler, sich in die Kontroversen der theologischen Anschauungen einzumischen.![]()
In den USA, zumindest in einigen Staaten, wird auch noch heute die Theorie der Genesis in Verbindung mit der Theorie der Evolution gelehrt. Dabei wird dieser jedoch nicht der Vorrang gegeben. Selbst die Theorie von Darwin kann nicht den konkreten Ursprung des Bewusstseins und des Lebens erklären. Das ist eines der Argumente, dass die Schöpfung doch durch eine höhere Macht entstanden sein muss.
Die Anhänger von Charles Darwin und seinen Theorien
Natürlich sahen die Anhänger der Darwinschen Theorien das Ganze vollkommen anders, als es die Kritiker taten. Sie wandten den Gedanken der Selektion, in einer eigenen Kombination mit den Ideen von Wallaces gemischt, dass nur der Stärkere überleben kann, genauso auf die Gesellschaft der Menschen an. Die Anhänger der Theorien von Darwin sahen eine vollkommene Bestätigung, dass nur die Stärkeren die Herrschaft über die Schwächeren der Gesellschaft übernehmen können. Das sei eben das Naturgesetz, welches auch der Mensch so akzeptieren muss.
Allerdings beachteten sie dabei nicht, dass selbst in der Natur nicht immer der physisch Stärkere überlebt, sondern diejenigen die besseren Chancen zum Überleben haben, die in Kooperation miteinander leben. Dabei erfolgt eine gegenseitige Unterstützung und die ganze Gemeinschaft wird über den Erfolg des einzelnen Individuums gestellt.
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